Alibaba: NÄCHSTER ELEKTROAUTO-HAMMER

Alibaba investiert also auch massiv in den Megatrend Elektrofahrzeuge und 5G. Alibaba hat eine ganze Reihe von Investitionen in die Mobilität der Zukunft getätigt.

Diesmal geht es um eine Kooperation mit dem Staatsunternehmen SAIC Motor und einem Technologie-Investment-Arm der Stadt Shanghai unter dem Namen Zhiji. Produziert wird eine kabellos aufladbare Limousine unter der Marke IM (intelligence in motion).

Die Mehrheit an Zhiji hält SAIC. Alibaba und Shanghai gehören jeweils 18 Prozent. Die ersten Autos sollen Ende des Jahres ausgeliefert werden. Zulieferer für das Unternehmen sind auch der chinesische Batteriehersteller CATL und der US-Grafik- und Chipexperte Nvidia.

Derzeit stecken 1,5 Milliarden Dollar in dem Unternehmen. Alibabas Beitrag wird in der Integration von Big Data, Cloud und Technik-Know-how von der Alibaba-Akademie bestehen.

Alibaba arbeitet bereits seit mindestens fünf Jahren mit SAIC zusammen. Unter anderem wird auch eine Plattform für vernetztes Fahren entwickelt. Außerdem ist Alibaba, wie berichtet, auch an Xpeng beteiligt.

Alibaba ist breit aufgestellt und will bei jedem Zukunftstrend mitmischen. Da ist die neue Beteiligung nur folgerichtig.

Beim autonomen Fahren ist Level 5 das ultimative Ziel. Auf dieser Stufe fährt ein Auto komplett automatisch. Elon Musk will mit Tesla dieses Ziel bald erreichen. Alphabet hat mit Waymo bislang aber die Nase vorn. Und dann gibt es da noch eine Alibaba-Beteiligung Namens AutoX, die gerade demonstriert, dass sie Tesla abgehängt hat.

AutoX schickt in China neuerdings Minivans von Fiat Chrysler auf die Straße, die komplett ohne menschliche Fahrer auskommen – ohne Netz und doppelten Boden. Also auch ohne Zentrale, die im Notfall per Fernsteuerung eingreifen könnte.

Das ist aber nur der jüngste Fortschritt. AutoX testet bereits seit Jahren in Kalifornien und mehreren chinesischen Städten autonome Fahrzeuge auf Straßentauglichkeit. Das Unternehmen beschäftigt Wissenschaftler von amerikanischen Top-Unis, darunter MIT, Stanford, Berkeley und Harvard.

Wie weit AutoX in Sachen Roboter-Taxi schon jetzt ist, zeigt folgendes, erst vor wenigen Tagen veröffentlichtes Video. Eine komplette Flotte autonomer Fahrzeuge im Straßenverkehr von Shenzhen.

Ein führender Investor bei AutoX ist der staatliche Autobauer Dongfeng Motor Corporation. Unter den weiteren Geldgebern ist auch Alibaba. Der chinesische E-Commerce-Riese hat zudem weitere Beteiligungen in den Bereichen Elektromobilität und autonomes Fahren.

Unter anderem ist Alibaba auch am Elektroauto-Hersteller Xpeng beteiligt. Der E-Commerce- und Tech-Gigant hatte seinen Anteil am chinesischen Elektroautobauer Xpeng auf 19 Prozent ausgebaut. Xpeng zählt zu den asiatischen Tesla-Rivalen. Das Unternehmen war August 2020 an die Börse gegangen. Xpeng bringt derzeit rund 40 Milliarden Dollar Börsenwert auf die Waage. Alibaba hatte via Taobao China Holding zugekauft und seinen Anteil auf 19% gesteigert. Taobao ist Alibabas Einkaufsplattform für Business-Kunden.

AutoX setzt in China in technologischer Hinsicht in der Praxis inzwischen Maßstäbe. Alibaba dürfte die Beteiligung an AutoX vor allem aus strategischen Gründen eingegangen sein. Schließlich geht es beim autonomen Fahren nicht nur um Robotertaxis, sondern auch um die Automatisierung von Warenauslieferungen.

Die Aktie von Alibaba ist und bleibt aufgrund seiner dominanten Marktposition und des anhaltenden Wachstums im chinesischen E-Commerce- und Tech-Sektor eine klare Kauf-Empfehlung für langfristig orientierte Anleger, die in Megatrend-Geschäfte in China investieren möchten.

Quelle: HotStocks 15.01.2021



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