APHRIA: BILLIGSTER CANABIS-PRODUZENT KANADAS - "BUY"-RATING

Aktualisiert: 10. Juni 2019

Die Aktien von Kanadas drittgrößtem Topfproduzenten, Aphria (NYSE: APHA), werden dramatisch unter Wert gehandelt. Während das Unternehmen begonnen hat, einige begeisterte Unterstützer an der Wall Street anzuziehen, wie beispielsweise das Investmentunternehmen Jefferies, sind die Aktien von Aphria im Vergleich zu seinen engsten Wettbewerbern, Aurora Cannabis (NYSE: ACB) und Canopy Growth Corporation (NYSE: CGC), weiterhin stark unterbewertet.

Die Aktie von Aphria wird mit dem 2,2-fachen des für 2020 prognostizierten Umsatzes gehandelt, während die Aurora-Aktie mit dem 13,1-fachen des Umsatzes des nächsten Jahres bewertet wird. Bei Canopy ist diese Kennziffer sogar noch höher und liegt beim 19-fachen des geschätztes Umsatz 2020. Aufgrund dieses groben Vergleichs allein ist zu erkennen, dass die Aktie von Aphria viel zu billig ist.

Schnäppchenjäger sollten die vergleichsweise niedrige Bewertung von Aphria ausnutzen und einkaufen.

Mit einer jährlichen Spitzenproduktionskapazität von 255 Tonnen ist Aphria nach Aurora und Canopy der drittgrößte Topfproduzent in Kanada. Diese erstklassige Produktionsleistung dürfte sich letztendlich in überlegenen Bruttogewinnmargen gegenüber kleineren Unternehmen niederschlagen und es dem Pot-Titan ermöglichen, schnell in höhermargige Produktkategorien wie essbare Güter zu expandieren, sobald dieses Marktsegment später in diesem Jahr offiziell in Kanada eröffnet wird.

Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die beneidenswerte Position von Aphria auf dem hochwertigen deutschen Cannabismarkt. Anfang des Jahres hat die deutsche Tochtergesellschaft Aphria Deutschland GmbH eine fünfte Anbaulizenz für medizinisches Marihuana im Land erworben. Das ist eine große Sache, denn es wird allgemein erwartet, dass Deutschland nach vollständiger Legalisierung der größte Cannabismarkt in Europa und einer der größten der Welt außerhalb Nordamerikas ist.

Jetzt wird Aphria in diesem wichtigen europäischen Markt mit anderen Top-Playern wie Aurora, Canopy, Cronos Group und Tilray in einer harten Konkurrenz stehen. Mit dieser Anbaulizenz ist das Unternehmen aber auf dem Kontinent gut aufgestellt. Dasselbe gilt nicht für die meisten seiner untergeordneten Wettbewerber. Deutschland dürfte daher in den kommenden Jahren den Umsatz trotz Konkurrenz deutlich steigern.

Aphrias Image hat Ende 2018 einen große Delle genommen, nachdem einige seiner Top-Manager in einem Short-Seller-Bericht von Hindenburg Research und Quintessential Capital Management erwähnt wurden. Dem Bericht zufolge könnten Insider vom Erwerb bestimmter lateinamerikanischer Vermögenswerte zu überhöhten Preisen profitiert haben.

Ein unabhängiges Komitee stellte aber später fest, dass der Preis in einem vernünftigen Rahmen lag. In der direkten Folge wurde das Management von Aphria dennoch ausgetauscht, um das Vertrauen der Anleger in die Unternehmensführung wiederherzustellen.

Die Wall Street ist in Sachen Qualität der Unternehmensführung immer vorsichtig, was gut ist. Trotz des entlastenden Berichts hat Aphria einen Anteil institutioneller Anleger eingebüßt. Dies ist wahrscheinlich ein wichtiger Grund dafür, dass die Aktien des Unternehmens in den letzten zwölf Monaten 27% ihres Wertes verloren haben. Das wiederum ist ein Geschenk an Investoren, die an einem zukunftsträchtigen Unternehmen interessiert sind und durch dessen Wertzuwachs profitieren wollen.

Aphria ist nun zusätzlich auf der Suche nach einem erstklassigen Partner wie Canopy Growth oder die Cronos Group zur Finanzierung seiner Expansionsbemühungen. Das bedeutet, dass Aphria im Wettbewerb nicht nur bestehen, sondern die Expansion in andere profitablere Produktkategorien wie Getränke, Lebensmittel oder Pre-Rolls für den Massenmarkt ausbaut.

Das Schlimmste des Sturms scheint vorbei zu sein. Das Unternehmen ist nach wie vor hervorragend positioniert, um den schnell wachsenden Cannabismarkt in Kanada zu nutzen, und seine vielversprechende deutsche Tochtergesellschaft bietet einen Vorsprung auf den noch wertvolleren europäischen Markt.

Die spottbillige Bewertung von Aphria ist nicht gerechtfertigt, da der Bericht über Leerverkäufer vor einigen Monaten substanzlos war. Schnäppchenjäger werden in diese Aktien investieren und sich "eingehender mit dieser spannenden Wachstumsstory befassen", bevor der Markt seinen Fehler bemerkt. Aphria erhält das Rating "BUY". Quelle: George Budwell

George Budwell

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