China-Daten stützen Märkte nach Daimler-Schock

Die europäischen Aktienmärkte sind nach dem frühen Handel am Freitag überwiegend gestiegen, da beruhigende Wirtschaftsdaten aus China dazu beitrugen, den vorherigen Schock des deutschen Automobilherstellers Daimler in Form einer Gewinnwarnung auszugleichen.

Die Märkte drehten höher, nachdem die Zahlen zeigten, dass die Exporte Chinas im Juni weniger stark zurückgingen als erwartet wurde. Auch die Befürchtungen, dass sich die Behörden auf einen übermäßigen Kreditaufbau verlassen würden, um die Auswirkungen des Handelskrieges mit den USA abzumildern, wurden ausgeräumt.

Als weitere Unterstützung kam hinzu, dass die Industrieproduktion der Eurozone etwas stärker als erwartet ausfiel.

Trotz mehrerer Signale der Federal Reserve über ihre Absicht, die Geldpolitik in naher Zukunft zu lockern - sind die Märkte auf dem besten Weg, die Woche im Verlust zu beenden. Das steht in starkem Kontrast zu den USA, wo sowohl der Dow Jones Industrial Average als auch der S&P 500 neue Rekordhochs erreichten, was Jerome Powells Anhörung vor dem Kongress) zu verdanken ist.

Um 5 AM ET (0900 GMT) lag der Benchmark des Stoxx 600 um 0,2% höher bei 387,52, aber immer noch -0,7% unter dem Wocheneröffnungskurs. Großbritanniens FTSE 100 legte um 0,3% zu und der französische CAC 40 führte mit einem Plus von 0,5%.


Der Dax notierte unverändert und fast -2% niedriger gegenüber dem Wocheneröffnungskurs, nach dem Daimler (DE:DAIGn), der Hersteller von Mercedes-Benz, eine weitere Gewinnwarnung herausgab, welche bereits die zweite in weniger als einem Monat war. Das Unternehmen teilte mit, dass es nach seiner jüngsten Bewertung seiner rechtlichen Verpflichtungen aufgrund des Diesel-Emissionsskandals, sowie verschiedener Themen, die den Absatz von Transportern betreffen, im zweiten Quartal einen Verlust von rund 1,6 Milliarden Euro ausweisen würde und das Gesamtjahresergebnis deutlich unter dem des Vorjahres liegen dürfte. Für 2019 hatte das Unternehmen bisher ein Ergebnis in etwa auf dem Niveau des Vorjahres erwartet.


Die Daimler-Aktien fielen zu Beginn um 3% und testeten damit das Sechsjahrestief, erholten sich aber mit der Veröffentlichung der chinesischen Daten auf -1,0%. Sie blieben jedoch europaweit die deutlich unterdurchschnittlichste Leistung in diesem Sektor.

Erfreulichere Nachrichten gab es von Volkswagen (DE:VOWG_p), das eine 2,6 Milliarden Dollar Investition in das autonome Fahrzeuggeschäft von Ford Motor (NYSE:F) Argo ankündigte. Die Investition ist der jüngste Beweis dafür, wie sich die weltweit größten Automobilkonzerne zusammenschließen, um die Kosten für die Entwicklung selbstfahrender Autos zu teilen, einer der beiden Megatrends, die sich in der Branche abzeichnen. Die VW-Vorzugsaktien stiegen im frühen Handel um 1,2%.

Quelle: investing.com



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