Die Fed stellt den Banken nun täglich 75 Milliarden Dollar Nothilfe bereit

Die amerikanische Notenbank Fed hat eine regelmäßige Intervention am amerikanischen Geldmarkt angekündigt. Wie bereits in den vergangenen Tagen sollen bis zum 10. Oktober weitere spezielle Wertpapiergeschäfte erfolgen, die jeweils frisches Geld in den Markt leiten, teilte die Zentralbank am Freitag in Washington mit. Die Transaktionen werden täglich von Montags bis Freitags erfolgen und ein Volumen von jeweils bis zu 75 Milliarden Dollar haben.

Wie bereits an den beiden Vortagen hat die Fed auch am Freitag den Banken liquide Mittel in Höhe von 75 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt. Am Dienstag, dem ersten Tag des Eingriffs, waren es 53,2 Milliarden Dollar gewesen. Das Geld steht den Banken für einen Tag zur Verfügung.

Am Dienstag hatte die Fed erstmals seit der globalen Finanzkrise am Interbankenmarkt interveniert. Grund war ein plötzlicher Liquiditätsmangel im Bankensektor, den Fachleute etwa auf hohe Steuerzahlungen durch Unternehmen und das hohe Angebot an amerikanischen Staatsanleihen zurückführen. Die Eingriffe der Fed haben die Lage mittlerweile beruhigen können.

An der Börse sorgte die Intervention jedoch nicht für Unruhe. Investoren glauben offenbar daran, dass die Banken grundsätzlich gesund sind und nur vorübergehende Geldspritzen brauchen.

Der stellvertretende Zentralbankpräsident Richard Clarida sagte am Freitag, die vorübergehenden Engpässe am Geldmarkt seien kein Grund zur Sorge für die amerikanische Wirtschaft. Notenbankchef Jerome Powell hatte zuvor angekündigt, die Fed werde nicht zögern, wieder einzugreifen, wenn es nötig werde.

Quelle: https://www.faz.net/aktuell/finanzen/geldpumpe-amerikas-banken-haengen-am-tropf-der-fed-16395400.html



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