US-KEHRTWENDE BEI HUAWEI -VERBOT!!!

Im vergangenen Jahr hat Präsident Trump den globalen Handel mit Zolldrohungen und -sanktionen verwüstet. Allerdings hat er zumindest teilweise aktuelle Zölle auf importierte chinesische Waren sowie gezielte Zölle gegen Länder durchgesetzt, die historisch mit US-Interessen verbündet waren.

Die plötzliche 180-Grad-Wende, mit der US-Firmen weiterhin Geschäfte mit Huawei tätigen können, könnte jedoch eine grundlegende Verschiebung der Grenzen signalisieren, durch die der Präsident eine Eskalation im Handelskrieg mit China umgeht. Die Meisten in den USA waren durch diese Kehrtwende überrascht und sogar schockiert. Während die meisten Beobachter einen vorübergehenden Waffenstillstand erwarteten, indem sie die Zölle nicht weiter eskalierten, war nicht von einem einzigen Analysten zu hören, der die Aufhebung des Huawei-Verbots forderte.

In China, wo über Huawei täglich in den Medien gesprochen wurde, wurde das Bild ganz anders gemalt. Aus chinesischer Sicht würden keine Gespräche beginnen, ohne dass die USA ihre Haltung gegenüber Huawei ändern würden. Überraschenderweise deutete ein Kommentar darauf hin, dass China alle Karten besaß. Sie sprachen über die Besorgnis von Präsident Trump über die Wiederwahl und darüber, wie China in einem durchgespielten Szenario gewinnen könnte, indem es bedroht, US-Unternehmen, die in China Geschäfte machen, zu boykottieren.

Während es öffentliche Zwietracht gab, erklärte China nicht offiziell für Boykott gegen US-Produkte. Ein solches Vorgehen wäre katastrophal für US-Unternehmen mit hohem Engagement in China wie Apple (AAPL), bei denen fast 30% der Gewinne verloren gehen könnten.

Stattdessen ist es für US-amerikanische Unternehmen, die in China verkaufen, zum größten Teil ein normales Geschäft. Der Ergebnisbericht von Nike für das vierte Quartal 2019 zeigte, dass die Umsätze in China währungsbereinigt mit einem Wachstum von 22% gegenüber dem Vorjahr weiterhin über allen anderen regionalen Märkten lagen. Allein in China stiegen die absoluten Einnahmen in US-Dollar gegenüber dem Vorjahr um 58% und der Anteil am regionalen Ergebnis der Marke Nike vor Steuern um über 26%.

Eine harte Option bzw. Reaktion Chinas hätte schreckliche Konsequenzen für beide Seiten. Aber China weiß, dass es mehr Willenskraft hat, weil sich der chinesische Präsident Xi keine Sorgen machen muss, wiedergewählt zu werden. Präsident Trump hingegen hat nur ein Jahr Zeit, bis der Wahlzyklus 2020 auf Hochtouren läuft. Mit seiner aktuellen 40%igen Zustimmungsrate ist die Wirtschaft möglicherweise seine einzige Chance, wiedergewählt zu werden, wobei die Börse eine große Rolle spielt, da ihre Ausrichtung sowohl die Verbraucher- als auch die Geschäftsstimmung beeinflussen kann.

Die Situation dürfte sich auch kaum ändern, wenn Präsident Trump wiedergewählt wird. Die in den USA gelisteten chinesischen Unternehmen, die aufgrund von Handelsspannungen Kursverluste erleiden mussten, werden anhaltende Erleichterungen erleben. Vor der Kehrtwende im Fall Huawei durch Präsident Trump waren Analysten in Bezug auf Aktien, die mit China in Verbindung stehen, ziemlich vorsichtig. Jetzt empfehlen renommierte Analysten so viele Positionen bei Kursdellen und technischen Pullbacks aufzubauen, wie nur irgendwie möglich. Daher sollten Investoren bei ausgewählten chinesischen Unternehmen die aktuell zum Teil stark unter Wert gehandelt werden, einsteigen. Diese Gelegenheit ist ein ungewolltes Geschenk, das durch die eingangs erwähnte Verwüstung durch Präsident Trump gemacht wird.

Quelle: MarketWatcher 15.07.2019



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